„Alles beginnt mit der Sehnsucht, immer ist im Herzen Raum für mehr, für Schöneres, für Größeres“, so beginnt ein Text von Nelly Sachs – und mit dieser vagen Ahnung beginnt oft eine Geistliche Begleitung. Aber auch so: nach Zeiten der Ausgeglichenheit scheint plötzliche vieles in Frage gestellt. Kann der christliche Glaube da Antworten geben? Vielleicht bietet auch der Glaube, der einmal gewiss schien, keinen Halt mehr. Ist Gott überhaupt noch da?

Gerade in solchen hoffenden, bewegten oder manchmal auch dürren Zeiten wünscht man sich jemanden, der sich die Zeit nimmt, um gemeinsam auf Fragen zu hören – der hilft, das eigene Leben im Gespräch tiefer zu verstehen, sich neu zu orientieren und Gott Raum zu geben – jemanden, der mit-geht – jemanden, der neue Impulse für die Gestaltung der persönlichen Spiritualität geben kann.

Während Seelsorge mehr in akuten Krisen gesucht wird, richtet die Geistliche Begleitung ihren Blick eher auf den persönlichen geistlichen Weg. Geistliche Begleitung meint daher regelmäßige, längerfristige Gespräche mit einem Menschen der aufmerksam zuhört, der nachfragt, versucht zu verstehen und der das Gehörte mit eigenen Gedanken vertieft. Und beide schauen gemeinsam, was der Glaube an Gott bei all dem bedeutet und wo mehr Leben in Fülle möglich ist.

Ansprechpartnerinnen sind Martina Aschoff und Brigitte Schabert